Pioniere in Deutschland

Meine Lieben,

Gespräche mit Flüchtlingen und oder Menschen mit Migrationshintergrund zeigen sehr oft, dass diese Leute sich ein Leben im Angestelltenverhältnis weniger gut vorstellen können als eine Selbständigkeit. Für sie ist es also im wahrsten Sinne des Wortes selbstverständlich, selbstständig zu sein. Und positive Beispiele für ein Gelingen gibt es genug – beispielhaft denke man hier an den Gastronomiebereich wie die gut frequentierte Dönerbude an der Ecke, zu der man gerne hingeht.

Klar, nicht jeder kann eine Dönerbude aufmachen. Aber warum haben unsere jungen Deutschen soviel Angst vor einer Unternehmensgründung? Warum möchten sie viel lieber im Angestelltenverhältnis und sogar am liebsten im öffentlichen Dienst arbeiten? Sind sie zu bequem? Gar zu faul? Haben sie etwa keine Ideen?

Nein, ganz sicher nicht. Aber unseren jungen Pionieren werden in vielerlei Hinsicht viel zu viele und viel zu große Steine in den Weg gelegt. Die Angst vorm Scheitern frisst die Motivation und die oft glänzenden Ideen auf. “Scheitern” wird nicht nur noch immer als Schande gesehen, es führt zu meinem tiefen Bedauern auch oft dazu, dass man bestimmte Jobs in der Zukunft nicht bekommt. Anstatt den Mut und Elan zu belohnen und dem (jungen) Menschen wieder auf die Beine zu helfen, anstatt genau zu prüfen, welche Qualifikationen diese Person in sich birgt, wird kommentarlos die Ablehnung verschickt. Wie verrückt ist das denn…

 

 

Posted in: 1) Gedanken

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